Trainer/innenausbildung Social-Justice
»Social Justice and Diversity« ist ein Trainingsprogramm, in dem die Vermittlung von sozialer Gerechtigkeit und die Anerkennung von Verschiedenheit zentrale Themen sind. Anknüpfend an die Pädagogik der Unterdrückten werden Social-Justice-Trainings seit den 1980er Jahren praktiziert. Ausgangspunkt der Trainings ist die Annahme, dass Menschen Täter/innen und Opfer zugleich sind und dass es wichtig ist, Aspekte wie die Komplexität, die Institutionalisierung und die Geschichte von Strukturen gesellschaftlicher Unterdrückung und Diskriminierung zu analysieren. Ein wichtiges Ziel ist es, die demokratischen und politischen Handlungskompetenzen der Teilnehmenden zu erweitern.
Das DGB Bildungswerk bietet die Ausbildung in Deutschland an. Durchgeführt wird sie von den zwei führenden Social-Justice-Trainerinnen, Prof. Dr. Heike Weinbach und Leah Carola Czollek. Die Teilnehmenden werden befähigt, eigenständig »Social Justice-Trainings« durchzuführen.
Die Ausbildung besteht aus fünf Modulen: Adultismus bzw. Kinder- und Jugenddiskriminierung, Klassismus, Sexismus, Antisemitismus und Rassismus.
Das Grundmodul ist eine Einführung in Inhalt und Methodik der Social-Justice-Trainings. Im Vordergrund steht dabei die »Mahloquet«, eine aus jüdischen Traditionen entwickelte Dialog- und Mediationsmethode. Das Grundmodul kann auch unabhängig von der Teilnahme an der Ausbildung besucht werden. Ab dem zweiten Modul wird in einer festen Gruppe gearbeitet und die Teilnehmenden werden aktiv einbezogen und bereiten z.B. die Durchführung kleiner Seminareinheiten vor. Neben theoretischen Inputs und der Arbeit mit gruppendynamischen- und Selbstreflexionsübungen wird im Rahmen der Ausbildung viel Raum für Diskussion und Wahrnehmung unterschiedlicher Positionen gelassen.
Für das Zertifikat „Social-Justice-Trainer/in“ müssen das Grundmodul sowie die Ausbildung absolviert werden.
